Vor zwei Jahren wurden wir von einem Restaurator, einem Mitarbeiter des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig, Karl Heinrich v. Stülpnagel, kontaktiert, der auf der Suche nach Erinnerungsstücken an seine Familie in Kostrzyn war. Vor siebenhundert Jahren, im Jahr 1321, erschien die erste schriftliche Erwähnung der Familie Stülpnagel. Aus diesem Anlass wurde eine Gedenkausstellung im Dominikanerkloster in Prenzlau geplant. So wurden eine Porzellanvase mit der Abbildung einer Kaserne, eine Soldatenpfeife und eine Gedenkmedaille zum 50-jährigen Bestehen des 48. Infanterieregiments ausgeliehen. Die Ausstellung zeigt anhand der Geschichte dieser Adelsfamilie die Bedeutung des Adels in der Uckermark, seine Rolle bei der Gestaltung der Region, seinen Einfluss auf Politik und Militär, auf Wirtschaft und Gesellschaft.
Am 27. Oktober besuchten Vertreter unseres Museums - Direktor Ryszard Skałba und Museumspädagoge Jerzy Dreger - Prenzlau. Ziel war es, die Ausstellung zu besichtigen und die Leihgaben abzuholen (die Ausstellung war bis Ende Oktober zu sehen). Nach Erledigung der Formalitäten wurden unsere Vertreter von Direktor Stephan Diller und Frau Katrin Frey durch das Historische und Kulturelle Museum geführt und erkundeten anschließend die Stadt auf eigene Faust, wobei die Besteigung des Turms der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria besonders eindrucksvoll war.