Drei Erkennungsmarken französischer Kriegsgefangener kehren nach Hause zurück!

Am 18. April 2026 waren in Kostrzyn an der Oder und im Museum der Festung Kostrzyn Vertreter der französischen Botschaft zu Gast, angeführt vom stellvertretenden Verteidigungsattaché Frankreichs, Major Sébastien Marzin, und Simon Vannoye. Am Vormittag legten sie gemeinsam mit den Mitarbeitern des Museums Blumen auf dem Friedhof des Stalag III C Alt Drewitz nieder. Anschließend nahmen sie an einer historischen Vorlesung über das ehemalige Kriegsgefangenenlager teil und waren bei der Eröffnung der Ausstellung „Ich komme bald zurück, Mama…“ dabei. Stalag III C Alt Drewitz (1940–1945).

Der Hauptgrund für ihren Besuch war jedoch die Übergabe von drei Erkennungsmarken französischer Kriegsgefangener. Diese wurden auf dem Gelände des ehemaligen Lagers bei Sucharbeiten gefunden (von Ryszard Dubik, Robert Rudnicki und einem Teilnehmer des Treffens „Kocioł Tajemnic“).

In seinem kurzen Vortrag „Ich bin gleich wieder da… Die Geschichte der Entdeckung und Identifizierung dreier Erkennungsmarken französischer Kriegsgefangener“ schilderte Krzysztof Socha die Umstände der Entdeckung, den Prozess der Identifizierung der drei Erkennungsmarken und machte das große Publikum mit dem Nachkriegsschicksal von Alexandre Aumasson, Jean Desbouis und Maurice Lambert vertraut. Gerade dank des Engagements des Museumsarchäologen, der Hilfe von Dorota Nowakowska von „Ocalić Od Zapomnienia“ und vor allem der titanischen Arbeit von Jérôme Parrilla Pagès gelang es, das Nachkriegsschicksal dieser Soldaten zu ermitteln und in zwei Fällen ihre Familien ausfindig zu machen. Die Suche nach der Familie von Maurice Lambert dauert noch an.

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Übergabe der gefundenen Erkennungsmarken durch die Museumsdirektorin Julianna Sójkowska-Socha an Vertreter der französischen Botschaft in Warschau – den stellvertretenden Verteidigungsattaché, Major Sébastien Marzin, und Simon Vannoye. Sie werden nach Frankreich gebracht, wo sie den Angehörigen der identifizierten Soldaten übergeben werden. Dies ist eine Geste, die die Erinnerung an konkrete Personen wiederbelebt und ihren Geschichten eine menschliche Dimension verleiht.

Im Museum laufen derzeit Arbeiten zur Identifizierung weiterer Erkennungsmarken von Kriegsgefangenen verschiedener Nationalitäten.