Im Rahmen der Veranstaltung hielten Mitarbeiter des Museums drei Vorträge, die sowohl die Geschichte des Lagers selbst als auch die persönlichen Schicksale seiner Häftlinge beleuchteten. Jarosław Przespolewski erörterte in seinem Vortrag „Stalag III C Alt Drewitz – Ein Überblick über die Geschichte des Lagers“ die Geschichte des Stalags von seiner Gründung bis zur Befreiung. Rafał Górecki stellte in seinem Vortrag „Spuren der Identität – Inschriften und Artefakte der Kriegsgefangenen des Stalag III C Alt Drewitz“ ausgewählte Exponate aus den Sammlungen des Museums vor und wies auf deren Einzigartigkeit sowie die Techniken der Gravur hin. In einigen Fällen gelang es, die Urheber dieser Gravuren zu ermitteln. Besonders bewegend war die Erzählung von Krzysztof Socha, der in seinem Vortrag „Ich komme bald zurück…“ die Geschichte der Auffindung und Identifizierung von drei Erkennungsmarken französischer Kriegsgefangener schilderte und deren Schicksal nach dem Krieg näherbrachte.
Die an diesem Tag eröffnete Ausstellung führt die Besucher durch die Geschichte des Stalag III C – von seiner Entstehung über den Alltag im Lager bis hin zum Schicksal seiner Gefangenen. Zu sehen sind Dioramen, Tafeln mit Beschreibungen zur Lagergeschichte sowie Fotografien. Ebenfalls ausgestellt sind zahlreiche persönliche Gegenstände und Alltagsgegenstände der Kriegsgefangenen, die auf dem Lagergelände gefunden wurden – Essgeschirr, Feldflaschen, Besteck sowie Hygieneartikel der Häftlinge. Darunter befindet sich ein besonderes Exponat – ein persönliches Andenken, das uns am meisten bewegt hat und als Inspiration für den Titel der gesamten Ausstellung diente – eine italienische Essschale mit der eingravierten Inschrift „Ich komme bald zurück, Mama…“.
An der Veranstaltung nahmen teil: Vertreter der französischen Botschaft unter der Leitung des stellvertretenden Verteidigungsattachés Frankreichs, Major Sébastien Marzin und Simon Vannoye, Vertreter der Stadtverwaltung: der stellvertretende Bürgermeister Zbigniew Biedulski, der Vorsitzende des Stadtrats Marek Tatarewicz, die Schatzmeisterin Mirella Ławońska, die Direktoren der Kostrzyner Kulturinstitutionen: Herr Wojciech Jurkiewicz und Frau Joanna Tarabuła, der Förster des Forstbezirks Dębno, Herr Cezary Augustyniak, der Vertreter des Museumsrats der Festung Kostrzyn, Herr Ireneusz Materyński, der Pfarrer der Gemeinde in Górzyca, Pfarrer Czesław Grzelak, Vertreter der Woiwodschafts- und Stadtbibliothek Herr Zbignie Herbert in Gorzów Wielkopolski, Herr Grzegorz Urbanek, sowie Einwohner von Kostrzyn nad Odrą und Gäste.
Die Ausstellung ist bis Ende 2026 während der Öffnungszeiten des Berliner Tors zugänglich.
Eintritt 5 PLN.
Wir laden Sie herzlich zu einem Besuch ein!





