Tomasz Michalak
Bastion "Brandenburg “ in Ordnung gebracht
Vor einigen Monaten hat in der Altstadt die Fauna die Flora angegriffen: Eine Herde Wildschweine hat sich gnadenlos mit dem Rasen auf der Terrasse der Bastion „Brandenburg“ befasst. Das Terrain sah aus wie ein gepflügtes Feld, das zum Anpflanzen von Kartoffeln vorbereitet wurde.
Beerdigung von Soldaten der Roten Armee in Międzyrzecz
Während der archäologischen Untersuchungen in unserer Stadt Kostrzyn stießen wir im heutigen Stadtpark auf ein Massengrab sowjetischer Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg wurde dort ein Friedhof für gefallene Soldaten eigerichtet, die an den Kämpfen um Küstrin teilgenommen haben. In den 50er Jahren wurde eine Exhumierung durchgeführt und der Friedhof aufgehoben. Wie sich herausstellte, wurde die Exhumierung nicht mit der gebotenen Sorgfalt durchgeführt. Die von uns geborgenen menschlichen Überreste wurden Tests unterzogen, die zeigten, dass es sich um unvollständige Überreste von 21 namenlosen Soldaten der Roten Armee handelt.
Bombenfund in der Altstadt
Obwohl seit der Beendigung der Kriegshandlungen bereits 75 Jahre vergangen sind, verbirgt das Gebiet der Altstadt von Kostrzyn immer noch „Souvenirs“ dieser blutigen Schlacht. Während der Aufräumungsarbeiten in der Altstadt stießen wir am 8. Juni auf einen großen Blindgänger. Wir haben darüber die Polizei informiert, die das Gelände sicherte, und das gefährliche Objekt wurde von Pionieren des 2. Bataillons der Pioniere aus Stargard beseitigt.
Eröffnung der Waffenausstellung
Seit vielen Jahren werden Kleinwaffen und Teile der Armeeausrüstung aus den Kämpfen in Küstrinund im Oderrayon in die Sammlung des Festungsmuseums aufgenommen. Meist handelt es sich um Funde aus der Altstadt oder Geschenke von Privatpersonen. Eine relativ große Anzahl sind Exemplare, die uns vom Hauptquartier der Woiwodschaftspolizei in Gorzów Wielkopolski übergeben wurden. Seit mehreren Monaten laufen die Vorbereitungen für die Präsentation unserer Kollektionen für ein breiteres Publikum. Zuvor wurden im Berliner Tor eine Monitor-Überwachung und andere Sicherheitsmaßnahmen installiert, die wir natürlich nicht einzeln offenlegen.
Neuigkeiten für Besucher
Trotz der Einschränkungen und der Stagnation ringsum - das Festungsmuseum ist wieder wach und bereitet sich auf die nächste Touristensaison vor. So hatten wir uns die letzten Monate nicht vorgestellt, aber wir versuchen, das zu tun, was in dieser Situation möglich ist. Neben den Wartungsarbeiten und den notwendigen Reparaturen bereiten wir in der Bastion Philip neue Ausstellungskomponenten vor.
Das Coronavirus lähmt die Arbeit des Museums
Die Pandemie, die sich auf der ganzen Welt ausgebreitet hat, hat uns alle betroffen. Das Festungsmuseum Küstrin als Kulturinstitution gehört zu jenen Einrichtungen, die nach den gesetzlichen Vorschriften ihre Türen für Besucher geschlossen haben. Im Verwaltungsgebäude haben wir zur Zeit Platz für Grenzdienste und die Armee, die die wiedereingeführten Kontrollen am Grenzübergang überwachen. Unser Museum ist nicht nur für Touristen geschlossen, sondern auch die Verwaltung arbeitet nicht (mit Ausnahme der täglichen Schichten eines Mitarbeiters).
Dr. Andrzej Toczewski ist gestorben
Wir haben eine sehr traurige Information. Am 20. März dieses Jahres starb Dr. Andrzej Toczewski im Alter von 73 Jahren. In den Jahren 1998-2015 war er Direktor des Museums des Ziemi Lubuskiej (Lubuser Landes), Ehrenbürger von Zielona Góra, Militärhistoriker, Regionalist, Forscher der Geschichte des Zweiten Weltkriegs, insbesondere NS-Verbrechen und Kriegsgefangenenfragen.
NATO-Militärs im Museum
Am 27. Februar 2020 wurde das Festungsmuseum Küstrin von einer Gruppe von Offizieren und Unteroffizieren des in Stettin stationierten multinationalen Korps Nordost besucht. Es ist eine multinationale Einheit, die im Rahmen der Nato gegründet wurde. 30 Soldaten aus Polen, Deutschland, Estland, der Tschechischen Republik und Kanada erschienen in Küstrin.
Gully- Avenue of Stars
Wie bekannt, verfügte unsere Stadt in der Vorkriegszeit über eine vollständige städtische Infrastruktur. Größtenteils war eine Misch- und Regenwasserkanalisation vorhanden - die zum Teil noch heute funktioniet. Bis heute gibt es aber in der Stadt auch Abwasserkanäle aus der Nachkriegszeit, die nach und nach durch moderne Anlagen ersetzt wurden. Auf unsere Bitte wurden die alten Installationen aber nicht zur Schrottverwertung übergeben, sondern zu uns in die Altstadt gebracht.
Partneraustausch
Am 23. Januar dieses Jahres fand ein weiterer deutsch-polnischer Partnerbörse im Gemeindezentrum Küstrin-Kietz statt. Die Organisatoren (Euroregion Pomerania und Euroregion Pro Europa Viadrina) luden lokale Regierungen, Institutionen, Verbände, Nichtregierungsorganisationen und andere Subjekte in verschiedenen Bereichen des Lebens in beiden Euroregionen ein, sich daran zu beteiligen. Wie in der Vergangenheit hat auch diesmal das Festungsmuseum Küstrin die Gelegenheit genutzt, um Kontakte zu anderen Einrichtungen zu knüpfen, die sich mit Geschichte, Tourismus usw. befassen, obwohl wir uns nicht über den Mangel an Partnern beschweren können.





